K o n t a k t
„So viel hochgespannte Expressivität, zerbrechliche Lyrik und zugleich vital-energischer Biss“, schreibt der Kölner Stadt-Anzeiger über den Cellisten Lionel Martin (*2003). Anne-Sophie Mutter bezeichnet ihn als „einen wunderbar sensiblen, spontan reagierenden und großartigen Imaginationskünstler“. Mit seiner solistischen Ausstrahlung, klanglichen Sensibilität und gestalterischen Fantasie zählt er zu den herausragenden Cellisten seiner Generation.
Lionel Martin ist Laureat des Concours Reine Elisabeth 2026 in Brüssel. Zuvor war er Preisträger des Internationalen Cellowettbewerbs Budapest 2025, erhielt 2024 den Suggia Award in Porto und gewann 2022 den ersten Preis beim Wettbewerb „Ton & Erklärung“ in Hannover.
Als Solist konzertierte Lionel Martin mit renommierten Klangkörpern wie dem Belgian National Orchestra, dem Hungarian National Philharmonic Orchestra, dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien, dem SWR Symphonieorchester, der NDR Radiophilharmonie und dem Gürzenich-Orchester Köln. Dabei arbeitete er mit DirigentInnen wie Andrés Orozco-Estrada, Ariane Matiakh, Howard Griffiths, Dirk Kaftan und Antony Hermus zusammen. Solistische Auftritte führten ihn unter anderem in den Wiener Musikverein, das KKL Luzern und die Tonhalle Zürich.
Seit 2017 wird Lionel Martin von der Anne-Sophie Mutter Stiftung gefördert. Gemeinsam mit der Geigerin trat er in bedeutenden Konzertsälen wie der Carnegie Hall, der Berliner Philharmonie, der Elbphilharmonie und dem Teatro Colón in Buenos Aires auf. Zu seinen weiteren KammermusikpartnerInnen zählen Albrecht Mayer, Lauma Skride, Martin Klett, Tianwa Yang, Liisa Randalu und Magdalene Ho.
Rezitale führten ihn zu Festivals wie dem Lucerne Festival, dem Beethovenfest Bonn, dem Oberstdorfer Musiksommer und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Eine besonders enge musikalische Zusammenarbeit verbindet ihn mit seinem Bruder, dem Pianisten Demian Martin. Konzerte des Duos wurden von zahlreichen Rundfunk- und Fernsehsendern aufgezeichnet und ausgestrahlt.
Von 2021 bis 2024 wurde Lionel Martin als „SWR Kultur New Talent“ gefördert. In dieser Zusammenarbeit entstanden zahlreiche Studioproduktionen, Konzertmitschnitte, Interviews und Rundfunkübertragungen.
Sein Debütalbum mit John Taveners Cellokonzert The Protecting Veil und Svyati erschien 2023 bei SWR Music. 2024 folgte eine zweite Veröffentlichung mit Werken von Kabalewski, Schostakowitsch und Tschaikowski, aufgenommen mit dem SWR Symphonieorchester, der Camerata Schweiz und seinem Bruder Demian Martin.
Lionel Martin erhielt von 2008 bis 2020 Unterricht bei Joseph Hasten. Von 2020 bis 2024 studierte er bei Thomas Grossenbacher an der Zürcher Hochschule der Künste. Seit 2024 setzt er seine Ausbildung bei Frans Helmerson an der Kronberg Academy fort, ermöglicht durch das Arpeggione-Patronat. Weitere prägende künstlerische Impulse erhielt er von Lynn Harrell, Steven Isserlis, Jens Peter Maintz, Jan Vogler und Yo-Yo Ma.
