„Apollinisch beflügelte Klänge, die weit ihre Arme ausbreiten, in ihrer Schönheit und Geistestiefe kaum zu fassen.“ Südwest-Presse 

Lionel Martin (2003) ist in Tübingen aufgewachsen und verbrachte seine ersten beiden Lebensjahre in Perth, Australien. Im Alter von 5 Jahren begann er mit dem Cellospiel an der Tübinger Musikschule bei Joseph Hasten, der ihn noch heute musikalisch begleitet. Seit 2020 ist er Jungstudent an der Zürcher Hochschule der Künste bei Prof. Thomas Grossenbacher.

Beim Wettbewerb "Jugend Musiziert" erzielte er zahlreiche erste Bundespreise, mit der Höchstpunktzahl in der Kategorie Violoncello solo. Darüber hinaus erhielt er Sonderpreise u.a. der Jürgen Ponto Stiftung, der Deutschen Stiftung Musikleben und der Bechstein- Stiftung. Beim internationalen Online-Wettbewerb Perusia Harmonica gewann der den ersten Preis in der Senior-Kategorie. 

Neben seinen solistischen Tätigkeiten gilt seine besondere Liebe der Kammermusik. In vielfältigen Besetzungen tritt er in ganz Europa, Südamerika und Japan auf und ist führendes Mitglied des Celloensembles ±12Vc. Im Oktober 2017 führte ihn das Celloensemble der Deutschen Stiftung Musikleben in den großen Saal der Elbphilharmonie. 

Nach einigen Auftritten mit dem Haydn C-Dur Cellokonzert debütierte Lionel Martin 2017 mit den Rokoko-Variationen von Tschaikowsky in der Liederhalle mit den Stuttgarter Philharmonikern unter der Leitung von Dan Ettinger. Es folgten weitere solistische Auftritte mit den Heidelberger Sinfonikern im Rokokotheater Schwetzingen (2017), dem Klaipeda Chamber Orchestra in Litauen, dem Stuttgarter Kammerorchester beim Oberstdorfer Musiksommer 2018, dem Jugendsinfonieorchester Tübingen mit den Cellokonzerten von Antonín Dvořák und Edward Elgar, dem Lüneburger Bachorchester (2018), dem PreCollege Orchestra Zürich mit Schostakowitschs Cello-Konzert Nr. 1 und der Camerata Balkania in Serbien (2021). 

 

Lionel Martin trat mit Rezitals unter anderem beim Lucerne Festival, beim vom SWR mitgeschnittenen Klassischen Frühling Mainau und den WRD3 Hertener Schlosskonzerten auf. Im Juni 2019 brachte er im Rahmen einer Tournee nach Japan mit dem Jungen Kammerorchester Stuttgart das Cellokonzert von Saint-Saëns zur Aufführung.
Für 2019 wurde Lionel für den „Prix Young Artist of the Year“ beim Festival der Nationen in Bad Wörishofen nominiert, bei dem er mit dem Festivalorchester die Rokoko-Variationen von Tschaikowsky spielte. Im Oktober 2019 war er mit „Mutter’s Virtuosi“ auf Tournee in Südamerika.

Während der Pandemie 2020 war er Gast bei Daniel Hope’s Show Hope@Home, die von ARTE übertragen wurde, bei der er mit seinem Bruder und Pianisten Demian Martin auftrat.
Außerdem wirkte er bei Anne-Sophie Mutters Benefizkonzerten in Kirchen und Altersheimen mit, deren Spenden an den Nothilfefonds der Deutschen Orchester-Stiftung für selbstständige Musiker gehen.
Für 2021 gewann er nach erfolgreichem Auswahlverfahren für den Förderpreis „SWR2 New Talent“, der eine 3-jährige Förderung durch CD-Produktionen, Konzerte und Rundfunkbeiträge beinhaltet.



Er erhielt wichtige musikalische Anregungen durch Unterricht bei Lynn Harrell, Martti Rousi, Jens Peter Maintz, Jan Vogler sowie Yo-Yo Ma.

Seit Februar 2017 ist Lionel Stipendiat der Anne-Sophie Mutter Stiftung.